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Mein Hörtipp der Woche: Lisa Eckhardt – Omama

Mit meinem letzten Hörtipp war ich bereits in der vergangenen Woche in Österreich zu Gast. Weil es mir komödiantisch gesehen dort in letzter Zeit immer besser gefällt, komme ich in dieser Woche einfach mal zur Lady Gaga der österreichischen Kabarettszene. Damit meine ich natürlich Lisa Eckhart. Was ihre extravaganten Auftritte und ihre frechen Texte angeht, könnte sie sich in der Tat mit der amerikanischen Sängerin zusammentun. Da man schon vorab biographisch über sie lesen konnte, dass sie größtenteils bei ihren Großeltern groß geworden ist, hat es mich nicht gewundert, dass sie das fiktive Leben ihrer Großmutter väterlicherseits zum Thema ihres ersten Romans gemacht hat.

Mit diesem sorgte sie dann jedoch vorab schon für Schlagzeilen. Von einem Hamburger Literaturfestival wurde sie ausgeladen, weil man einige Passagen des Textes als eine Verherrlichung der Nazizeit interpretierte. Genau diese Anschuldigung hat mich erst richtig neugierig werden lassen. Denn ich wusste, dass die Österreicherin mit ihren Texten definitiv genau das Gegenteil erreichen möchte. Also habe ich mir ihren Roman von ihr selbst im Hörbuch vorlesen lassen. Und siehe da: Die Ausrichter des Literaturfestivals in Hamburg haben offensichtlich nicht richtig in das Buch hinein gelesen oder gehört.

Darum erkläre ich jetzt einfach mal, wie ich den Roman Omama verstanden habe: Lisas Großmutter Helga, samt ihrer ein paar Jahre älteren Schwester Inge, wird zunächst einmal als junges österreichisches Mädchen in den 1950er Jahren verortet, das mit 15 Jahren erst einmal ihre Weiblichkeit entdecken muss. Also dürfte sie so kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges geboren sein. Zwar gibt es auf dem Hof, auf dem die beiden Mädchen leben, noch ein paar russische Besatzer aus der Ära des Krieges, aber mit der darauffolgenden Handlung haben diese Soldaten wenig zu tun. Viel mehr erfährt man in den nachfolgenden Kapiteln, wie es Helga und ihrer Schwester bei ihren ersten Arbeitsstellen und in der Liebe ergeht. Eingebettet in das typische Szenario der Nachkriegszeit müssen sich die Mädchen als Kindermädchen und Köchin verdingen und erleben dabei so manche Kuriosität.

Natürlich ist die Handlung, wie man es schon aus anderen Zusammenhängen von der Kabarettistin Lisa Eckhart gewohnt ist, mit sarkastischem Humor und derben Scherzen durchzogen, aber eine Verherrlichung der Nazi-Zeit konnte ich aus der gesamten Handlung nicht heraushören. Vielmehr möchte ich Euch ans Herz legen, Euch selbst ein Bild in Bezug auf dieses Hörbuch aus dem Lübbe Audio Verlag zu machen und vielleicht auch einmal Eure Großeltern nach deren Erinnerungen zu fragen. Mir jedenfalls hat das Hörbuch, auch dank des grandiosen Vortrags der Autorin, sehr gut gefallen. Denn mich erinnert es auch an eine Zeit, von der ich im Schulunterricht tatsächlich nie etwas gehört habe, wohl aber von meinen Eltern und Großeltern. Ich bin 1975 geboren und offensichtlich war da die Nachkriegszeit doch viel zu nah dran für den Schulunterricht. Gut also, dass sich nun auch eine ohnehin als freche Kabarettistin bekannte Autorin literarisch an diese Zeit heran getraut hat.

Lesung und Hörprobe

Interview bei 3 nach 9

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Mein Guck-Tipp der Woche: Die Durrels – Ein Familienabenteuer auf Korfu Staffel 1

England im Jahr 1935: Louisa Durrell (Keeley Hawes) ist verwitwet und muss vier Kinder alleine großziehen. Während ihr jüngster Sohn Gerald (Milo Parker) sich mehr für alles mögliche Getier, als für Rechtschreibung interessiert, träumt der Älteste Larry (Josh O’Connor) von einer Karriere als Schriftsteller. Sohn Leslie (Callum Woodhouse) wiederum hat eine ungesunde Vorliebe für Schusswaffen und Tochter Margo (Daisy Waterstone) macht sämtliche Jungen der Nachbarschaft verrückt.

Da es mit den Finanzen der Familie nicht zum Besten steht, beschließt Louisa, ihr Leben radikal zu ändern und von Bournemouth auf die griechische Insel Korfu zu ziehen. Ihre neue Heimat und deren Bewohner stellen die Familie vor die ein oder andere nicht vorhersehbare Herausforderung. Dennoch gehören die Korfioten Spiro (Alexis Georgoulis) und Lugaretzia (Anna Savva) schon bald zur Familie …

Eine exzentrische britische Familie und eine paradiesische Insel mit nicht minder exzentrischen Bewohnern – im Falle von dieser grandiosen britischen Serie eine unschlagbare Kombination und die Garantie für charmante Unterhaltung. Begehrte Auszeichnungen, überwältigende Quoten, und euphorische Besprechungen weltweit: Die Durrells sind ganz einfach TV-Unterhaltung zum Niederknien.

Eine herrliche Dramedy-Serie, erschienen bei Polyband auf DVD oder im Sony Channel von Amazon Prime Video, basierend auf den Memoiren des Autors und Zoologen Gerald Durrell.

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Mein Hör- und Lesetipp der Woche: Thomas Raab – Helga räumt auf

Hannelore Huber zum Zweiten. Nachdem ihr Mann Walter schon während ihres ersten Kriminalfalls das Zeitliche gesegnet hat, muss Hanni Huber sich nun mit der Fehde zweier verfeindeter Bauernfamilien aus ihrem Heimatdorf Glaubenthal in Österreich hautnah auseinandersetzen.

Die Grubmüllers und die Braxmosers sind sich schon seit Ewigkeiten Spinnefeind. Allerdings, zu mehr, als zu Schlagabtäuschen ist es bislang nicht gekommen. Doch nun liegt der alte Johann Grubmüller in seiner eigenes erschaffenen Jauchegrube drin und ist tot. Hannelore, stets gefolgt von der 10-jährigen, neu mit ihrer Mutter ins Dorf gezogenen, Amelie Glück begibt sich auf die Suche nach dem Täter.

Dabei wird man als Hörer oder Leser sofort ausgiebig und mit viel schwarzem Humor über die Verflechtungen der beiden Familien Grubmüller und Braxmoser miteinander informiert. Es wird sich zeigen, ob diese Erörterungen über die Familien letztlich zum Täter führen. Auch, welche Rolle Anita Grubmüllers jüngste Tochter Helga bei der ganzen Sache spielt.

Schauspieler und Erzähler Karl Menrad schafft es mit seiner variantenreichen Erzählstimme wieder hervorragend, den Hörer von Helga räumt auf, erschienen bei Goya Lit, mit in die Handlung hinein zu ziehen. Auch im Ebook, erschienen bei Kiepenheuer und Witsch, schafft es Autor Thomas Raab erneut, seine Leser mit ins dörfliche Österreich zu nehmen und sich trotz der taurigen Ereignisse an den urigen Charakteren zu erfreuen.

Mir hat auch dieser neue Fall der Hanni Huber sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf meinen nächsten literarischen Aufenthalt in Glaubenthal, Österreich.

Hörprobe

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Mein Hörtipp der Woche: Leonie Swann – Mord in Sunset Hall

Wenn es eine Autorin gibt, auf deren vertonte Bücher ich mich jedes Mal freue, dann ist das Leonie Swann. Nicht nur, weil ihre wunderbar kuriosen Kriminalromane fast immer ein Tier als Hauptcharakter beinhalten (z. B. Die Schafe von Glennkill oder Papagei Gray), sondern auch, weil die Handlungen stets so skurril sind, dass man nur ganz schlecht aufhören kann, zuzuhören. Die Geschichten werden darum auch immer von namenhaften Sprechern eingelesen.

So ist es auch bei ihrem neuen Roman Mord in Sunset Hall. Dieses Mal ist es Schauspielerin Anna Thalbach, die den herrlich humorvoll dargestellten Figuren ihre Stimme leiht. Allerdings ist der tierische Part mit Schildkröte Hetty dieses Mal nur eine Nebenfigur, die inmitten einer lebhaften Senioren-WG lebt, die ihrerseits aber ebenso absolut liebenswert ist. Dennoch ist die Schildkröte nicht ganz unbedeutend, vor allen Dingen, wenn es um die Suche nach dem Gebiss von Wohnungsinhaberin Agnes geht. Diese hatte sich vor ein paar Jahren mit ihren besten Freunden zusammen getan, um in Würde fernab eines Heims alt werden zu können. Dazu hatten sie alle zusammen ein großes Haus erstanden, dass sie auf den Namen Sunset Hall getauft haben.

Doch nun ist etwas ganz Furchtbares geschehen. Mildred, eine Nachbarin von Sunset Hall und Lillith, eine Mitbewohnerin der WG, sind ermordet worden. Beide aus nächster Nähe erschossen. Sämtliche Mitbewohner trauern um Hobbygärtnerin Lillith und vor allem Agnes trauert ganz besonders um ihre Freundin Mildred, die bereits als Pflegefall im Rollstuhl saß. Keiner von ihnen, auch die herbeigerufene Polizei nicht, kann sich einen Reim darauf machen, warum und wie das passiert ist. Um ihrer toten Mitbewohnerin zu gedenken, widmen sich sämtliche WG-Zugehörige ausgiebig der Gartenarbeit. Dabei werden sie zufällig von einem zurückgekehrten Polizisten entdeckt, der eigentlich einige von ihnen noch zu dem Fall vernehmen wollte. Nun verdächtigt er plötzlich Agnes und ihre Mitbewohner, etwas mit dem Fall zu tun zu haben und Beweisspuren beseitigen zu wollen.

Die resoluten WG-Mitbewohner lassen sich das nicht bieten und beginnen ihrerseits, sich auf die Suche nach dem Mörder der beiden Frauen zu machen. Schon bald fällt ihnen dabei die wahrscheinliche Mordwaffe in die Hände. Doch bei dieser müssen sie feststellen, das noch eine weitere Kugel aus dem Lauf verschwunden ist. Gibt es womöglich noch ein drittes Opfer? Und, wo ist es? Das solltet Ihr beim Hören dieser wunderbaren Krimikomödie, erschienen im Hörverlag, selbst herausfinden. Viel Spaß beim Hören dieser herrlich britischen skurrilen Nachfolger von Miss Marple wünsche ich Euch.

Hörprobe

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Mein Hörtipp der Woche: Antoine Laurain – Glücklicher als gedacht

Frankreich noch vor Corona: François Heurtevent ist schon seit vielen, vielen Jahren Bürgermeister von Perisac. Im Ort gilt er als beliebt. Darum gilt seine Wiederwahl als gesichert. Doch am Wahlabend zeigt sich plötzlich ein ganz anderes Bild. Sein Rivale Pierre-Marie Alphandon gewinnt haushoch und übernimmt seinen bisherigen Posten. Heurtevent steht mit einem Mal vor dem Nichts, d. h. er steht ohne seinen gut bezahlten Job da und muss dies nicht nur seiner Frau, Sterneköchin Sylvie Desbruyères, sondern auch seiner achtzehnjährigen Tochter Amélie vermitteln.

Nachdem er seiner Familie seinen Misserfolg gebeichtet hat, versinkt er in Lethargie und Depression. In den darauffolgenden Tagen und Wochen kommt er kaum noch aus dem Bett und hat nicht ansatzweise einen Schimmer, wie er seine Zukunft gestalten könnte. Doch dann kommt ihm plötzlich eine Idee, als ihm ein altes Klassenfoto in die Finger gerät. Er fragt sich, was eigentlich aus all den Leuten geworden ist, mit denen er die Schulbank gedrückt hat. Er beginnt, zu recherchieren und erinnert sich dabei ganz besonders an die Dinge, die seine Freunde zu Schulzeiten am liebsten gemacht haben.

Ein guter Freund war Clément Jacquier, der davon träumte, Filmregisseur zu werden. Als François seine Frau nach einem Arztbesuch in ihrem Restaurant besucht, steht sein früherer Kumpel ganz plötzlich vor ihm. Er hat sich tatsächlich seinen Traum erfüllt und ist Filmregisseur geworden, allerdings etwas anders, als man es sich so zuerst vorstellt. Sein Arbeitsort ist die Erotikbranche geworden. Er dreht Pornofilme und hat auf diese Weise einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht. Derzeit findet gerade eine Erotikmesse statt, deshalb ist er vor Ort. Von François weiß er aus der Presse, dass dieser Politiker ist, dort aber auch nicht alles so geklappt hat, wie er es sich vorgestellt hat. Von einem anderen Schulkameraden weiß er zu erzählen, dass dieser im Gefängnis sitzt. Bandenkriminalität, auch etwas, was François in dessen Fall zum Staunen bringt.

Die Ironie des Schicksals bringt François in der nächsten Zeit noch mit weiteren ehemaligen Schulkameraden zusammen, deren Lebensweg auch eher kurios als geradlinig war. Eine witzige Form der systematischen Vergangenheitsbewältigung, bei der er vieles entdeckt, was ihm sonst verborgen geblieben wäre. Tetje Mierendorf trägt die wunderbare Geschichte Glücklicher als gedacht des französischen Autors Antoine Laurain mit viel sprachlichem Geschick und der nötigen Portion Ironie in dem bei SAGA erschienenen Hörbuch vor. Ein leiser Humor, der mich ein wenig an den französischen Film „Die wunderbare Welt der Amelie“ erinnert hat. Absolut hörenswert!

Hörprobe

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Mein Hörtipp der Woche: Jürgen von der Lippe – Nudel im Wind und best of bisher

Er ist 72 Jahre alt und damit ein Urgestein der deutschen Comedyszene. Aber, im Gegensatz zu vielen anderen, schafft er es noch immer mühelos, einen Saal zum Ausrasten vor Lachen zu bringen. Außerdem liest (er vor) und schreibt er gerne lustige Bücher, wie diesen, seinen ersten Roman. Darum habe ich mir Jürgen von der Lippes Live Lesung von Nudel im Wind – plus Best of bisher, erschienen bei Random House Audio, nicht entgehen lassen. Ich wusste bereits bei der von ihm lapidar erwähnten Widmung, die er Käufern seiner Bücher in den Klappendeckel hinein zu schreiben pflegt, dass ich hier richtig bin.

Da steht dann beispielsweise: Liebe Erbtante, hier ein Buch für Dich zum Totlachen! In meinem Fall beginnt zumindest auch seine Lesung so. Besser können einleitende Worte kaum sein. Gekonnt galant und charmant, dabei jedoch auch immer ein wenig hinterlistig, schamlos und oberlehrerhaft, führt er sein Publikum durch seine Lesung. Alle von ihm anfangs erwähnten 42 Charaktere seines Buches spricht er natürlich selbst. Und das, ohne dass man dabei durcheinander kommt. Natürlich gibt er im Anschluss an seine Lesung auch eine Kostprobe seiner Sangeskunst zum Besten.

Nachdem der Download mit der Lesung und den ebenso grandiosen Zugaben nach 2 Stunden und 11 Minuten geendet hat, werdet Ihr garantiert genauso wie ich in Euren Lachmuskeln Muskelkater haben. Ich kann wirklich nur hoffen, dass Jürgen von der Lippe noch lange auf der Bühne präsent sein wird.

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Mein Hör- und Lesetipp der Woche: Friedrich Kalpenstein – Prost auf die Wirtin

Friedrich Kalpenstein kann auch Krimi. Der durch seine sieben heiteren Herbert-Romane, die als eBook oder Hörbuch bei Amazon zum Bestseller geworden sind, bekannt gewordene Autor hat sich nun an einem neuen Genre versucht und eine Krimi-Komödie geschrieben. Prost, auf die Wirtin ist der erste Kriminalroman rund um den bayerischen Hauptkommissar Konstantin Tischler, der zuvor in München tätig war und ganz polizistenuntypisch einen roten Jaguar fährt.

Er hat just eine neue Stelle im idyllischen Ort Brunngries unweit der bayerischen Stadt Traunstein in den Chiemgauer Alpen angenommen. Kaum wird er von seinem neuen Kollegen Oberkommissar Felix Fink in Empfang genommen, da muss er auch schon das erste Mal ermitteln. Franziska Leidinger, die Frau des ortsansässigen Wirtshaus Betreibers wurde tot im Wald aufgefunden. Bei der allseitig im Ort beliebten Wirtin kann sich niemand vorstellen, wie es zu diesem Unglück kommen konnte.

Auch die zum Tatort gerufene Spurensicherung und der Rechtsmediziner nicht. Allerdings stellt Letzterer fest, dass die Dame vor irgendjemandem auf der Flucht gewesen sein musste und offenbar in letzter Zeit des öfteren geschlagen wurde. Weil es am naheliegendsten ist, hat Tischler sofort ihren Ehemann in Verdacht. Weil die Frau erschossen wurde und ihr Mann, wie Tischler erfährt, ein Waffennarr ist, ist für ihn die Lösung des Falls schon in greifbarer Nähe. Denkt er zumindest.

Doch so einfach ist der Fall dann doch wieder nicht. Was eine Kellnerin und auch der ortsansässige Fleischermeister mit der Sache zu tun hat, das solltet Ihr Euch am besten selbst im Edition M eBook durchlesen oder anhören. Ich als Hörbuch-Liebhaberin habe es mir gleich nach seiner Veröffentlichung, exklusiv produziert von Audible, angeschafft. Zu meiner großen Freude wurde es eingelesen von einem meiner Lieblings-Polizisten aus dem TV. Schauspieler Helmfried von Lüttichau, vielen besser bekannt als Johannes Staller aus der humorigen Vorabendserie Hubert und Staller, hat sich für das Hörbuch vors Mikrofon gesetzt und die Krimi-Komödie eingelesen.

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Hörprobe

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Mein Hör- und Lesetipp der Woche: Handbuch für Zeitreisende

Matthias Matschke hat nicht nur Achtsam Morden, den ersten Teil der Geschichte rund um Rechtsanwalt Björn Diemel, eingelesen, man kennt ihn als Fernsehzuschauer auch aus unterschiedlichen Serienrollen. Unter anderem aus der ZDF-Serie Sketch History, einer humorvollen Auseinandersetzung mit der Weltgeschichte, in deren verschiedenen Episoden er mit zahlreichen Kollegen diverse historische Figuren darstellt und parodiert. Darum hat es mich auch nicht gewundert, dass die beiden Autoren Kathrin Passig und Aleks Scholz ihn darum gebeten haben, ihr Handbuch für Zeitreisende als Hörbuch einzulesen. Denn schließlich war er als Darsteller schon diverse Male in der vorab erwähnten Serie auf Zeitreise.

Passig ist Journalistin und Sachbuchautorin, die sich besonders als Vordenkerin des digitalen Zeitalters einen Namen gemacht hat. Scholz arbeitet als Astronom und Planetenforscher in Schottland. Für ihr Handbuch für Zeitreisende haben sie sich selbst auf Zeitreise begeben und sind für ihre Leser und Hörer schon einmal vorab in vorherige Welten eingetaucht. Ihre Erkenntnisse geben sie humorvoll und mit viel spannendem Fachwissen an ihre Leser und Hörer weiter. Ich habe dem bei Rowohlt als Buch und beim Hörverlag als Hörbuch erschienenen Ratgeber schmunzelt und mit viel Interesse zugehört. So macht selbst für einen Geschichtsmuffel ein Ausflug in die ehemalige DDR oder zu den Dinosauriern Riesenspaß.

Hörprobe

Leseprobe

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Mein Hörtipp der Woche: Karsten Dusse – Das Kind in mir will achtsam morden

Nachdem sein Krimi-Erstlingswerk Achtsam Morden, auch dank seines grandiosen Sprechers Matthias Matschke, den Deutschen Hörbuchpreis 2020 eingeheimst hat, musste Rechtsanwalt und Comedy Autor Karsten Dusse offensichtlich noch eins drauf legen. Dieses Mal hat er es sich nicht nehmen lassen, das Hörbuch, wieder erschienen bei Random House Audio, selbst einzusprechen. Am Anfang habe ich das zunächst für keine so gute Idee gehalten. Dann konnte ich jedoch feststellen, dass Dusses Stimme viel besser zur Hauptfigur Björn Diemel passt, als ich es vorab angenommen hatte.

Nicht nur, weil Autor und Protagonist beide Rechtsanwälte sind. Auch diese ganz gewisse Komik, die wieder in seiner Geschichte liegt, bringt Dusse selbst ebenfalls ganz hervorragend rüber. Und das trotz der Tatsache, dass es auch dieses Mal wieder um Mord, Drogenhandel und Totschlag geht. Aber um viel Ironie natürlich außerdem und um das innere Kind in jedem von uns. Während meines Sozialwissenschaftstudiums habe ich in den Psychologieseminaren meinerseits auch viel darüber gelernt. Weil ich mich dann jedoch vorwiegend der Politik und dem Journalismus gewidmet habe, ist es ein wenig in Vergessenheit geraten. Danke also schon einmal an den Autor für diese kleine Auffrischungslektion. Dass ein Kriminalroman und eine psychologische Herangehensweise an etwas, wie beispielsweise mit Achtsamkeit, durchaus zusammenpassen können, das beweist Dusse mit seinem zweiten Werk Das Kind in mir will achtsam morden außergewöhnlich gut.

Björn Diemel ist wahrlich ein grandioser Rechtsanwalt, Vater, 8-facher Mörder und Beseitiger von unliebsamen Zeitgenossen. Darüber hinaus ein Mensch, der mit viel Achtsamkeit und Ideenreichtum auch in dieser Geschichte wieder seinen ganz eigenen Weg geht. Ihm zur Seite steht natürlich immer wieder sein Coach und Lebensberater Joschka Breitner. Er führt ihn auch hier immer auf die richtige Bahn, die er stets gut zu nehmen vermag. Warum in die Handlung sowohl seine Tochter, als auch der Keller eines Kindergartens und ein ihm nach dem Leben trachtender Gangsterboss involviert sind, das erfahrt Ihr im zweiten Teil der Achtsam Morden-Reihe,  dem hoffentlich noch Weitere folgen werden.

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Mein Hör- und Lesetipp der Woche: Christopher Moore – Ein totsicherer Job

Das erste Mal Bekanntschaft mit Christopher Moores grandios satirischer Literatur habe ich bereits vor einigen Jahren gemacht, als Jürgen von der Lippe in seiner damaligen WDR Sendung „Was liest Du?“ das Buch „Die Bibel nach Biff“ von ebenjenem Herrn Moore vorstellte. Schon damals gefielen mir die vorgelesenen Passagen aus dessen Buch.

Ein ganz anderer Protagonist aus seinem satirischen Werk, den ich kürzlich entdeckt habe, heißt Charlie Asher. Dieser betreibt einen Gebrauchtwarenladen in San Francisco und könnte eigentlich überglücklich sein. Denn er ist gerade Vater der kleinen Sophie geworden. Doch kurz nach der Geburt seiner Tochter ist die Mutter, seine große Liebe Rachel, aus ihm bisher unbekannten, mysteriösen Gründen verstorben. Charlie ist der Erste, der die Tote, in ihrem Krankenhausbett liegend, findet. Oder nein, er ist nicht der Erste. Denn neben Rachels Bett steht ein breitschultriger, mit einem mintfarbenen Anzug bekleideter, dunkelhäutiger Mann, der ihn ernsthaft anschaut. Das Verrückte ist nur, dass außer Charlie niemand diesen Mann sieht, auch eine herbeieilende Schwester nicht.

Schon am nächsten Tag kann er seine neugeborene, kleine Tochter mit zu sich nach Hause nehmen. In der daran anschließenden Zeit versucht er, seine Trauer über den Verlust von Rachel möglichst weit zu verdrängen, um sich zunächst um die kleine Sophie kümmern zu können. Dabei vergisst er jedoch fast völlig seinen Laden. Erst als seine beiden Angestellten Lily und Ray ihn darauf aufmerksam machen, schaut er mal wieder in seinen Laden rein. Zunächst ruft ihn ein alter Mann an, der den Nachlass seiner Frau gerne loswerden möchte.

Als Charlie die Hinterlassenschaft bei ihm begutachtet, wird er plötzlich ausfallend und beklagt sich in höchstem Maße über seine Frau. Der Händler will gerade wieder gehen, als plötzlich ein schwarzer Rabe am Himmel auftaucht und den alten Mann attackieren möchte. Geistesgegenwärtig wirft Charlie die Tür zu und hofft damit, das Schlimmste von dem alten Mann abzuwenden. Doch der Mann rührt sich nicht mehr. Ein plötzlicher Herzinfarkt hat ihn für immer aus dem Leben gerissen. Zuvor hatte Charlie eins von den Kleidern, die der alte Mann ihm verkaufen wollte, rot leuchten gesehen. Etwas durcheinander kehrt er zu seinem Laden zurück.

Den darauffolgenden Tagen sieht der immer wieder Gegenstände rot oder grün leuchten. Bis plötzlich eine rothaarige Frau seinen Laden betritt und ihm weismachen will, dass sie ihn für den Tod hält. Wie Charlie mit dieser Schuldzuweisung umgeht und was noch in dieser Geschichte passiert, das könnt ihr in Ein todsicherer Job hören oder lesen. Das Taschenbuch ist erschienen im Goldmann Verlag und die Hörfassung, gelesen von Simon Jäger, im Hörverlag als Download. Christopher Moore hat eine wahrlich ironisch humorvolle Art und Weise, in seinen Werken mit dem Tod umzugehen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf die Fortsetzung, die in Kürze ebenfalls als Taschenbuch und Hörbuch Download erscheinen wird.

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