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Mein Hörtipp der Woche: Kriminalinspektor Arno Bussi

Sein Name ist Bussi, Arno Bussi. Normalerweise ist er Inspektor für das österreichische Bundeskriminalamt in Wien. Weil er aber mit der Ehefrau des österreichischen Innenministers etwas hatte, wird er strafversetzt in den hintersten Teil von Tirol.

Dort lernt er nicht nur die resolute Schnitzelwirtin Resi kennen, sondern auch deren bildhübsche Tochter Eva. Kaum, dass er sich mit der ein wenig angefreundet hat, wird er schon von ihrer vollkommen verängstigten Mutter in deren Küche gerufen. Die hat beim Ausmisten in ihrer hauseigenen Kühltruhe einen eingefrorenen Menschenkopf gefunden. Mehr noch: Sie kennt den Mann, zu dem dieser Kopf einmal gehört hat. Es ist Mario Unterberger, der Bürgermeister von Unterkitzlingen, einem Nachbarort von Bussis neuem Zuhause. Der Vespa fahrende Kriminalinspektor macht sich mit viel Enthusiasmus und ebenso viel österreichischem Charme auf die Suche nach dem Mörder des Ortsoberhaupts…

Ich muss gestehen, als Sean Connery ihn noch gespielt hat, war ich ein großer Fan von James Bond. Doch sein österreichischer Nachfolger könnte wahrlich mit ihm gleich ziehen. Vielleicht sollte er im Film von Heikko Deutschmann gespielt werden, denn der hat sich auch schon als Interpret des Hörbuches hervorragend bewährt. Der Innsbrucker Autor und Musiker Joe Fischler hat sich mit Kriminalinspektor Arno Bussi einen ganz besonderen Charakter ausgedacht, auf dessen weitere Abenteuer ich mich wirklich richtig freue. Das Hörbuch Der Tote im Schnitzelparadies ist erschienen im Argon Verlag, die literarische Vorlage bei Kiepenheuer und Witsch. Wenn lhr mal wieder richtig Spaß beim Hören eines Krimis haben wollt, dann kann ich Euch Inspektor Bussi wirklich nur empfehlen.

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Mein Hörtipp der Woche: Dave Eggers – Der größte Kapitän aller Zeiten

Was wäre, wenn Donald Trump nicht Milliardär wäre, sondern Kapitän eines Kreuzfahrtschiffes?

Dann sollte seine Anhänger vielleicht dieses grandios auf den Punkt kommende Hörbuch von „The Circle“-Autor Dave Eggers interessieren, das Matthias Matschke kongenial auf deutsch eingelesen hat. Erschienen ist die deutsche Fassung dieser herrlich bissigen Satire mit dem Titel Der größte Kapitän aller Zeiten im Hörverlag.

Hörprobe

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Mein Hör- und Guck-Tipp der Woche: Die Vorleser

Ich hoffe, Ihr habt alle ein paar schöne, Corona-freie, Ostertage verlebt. Auch denjenigen von Euch, die sich zurzeit daheim unter Quarantäne befinden, sei gesagt: Lachen ist die beste Medizin. Darum habe ich für Euch auf YouTube ein Video von einem lustigen Vorleseabend für den MDR herausgesucht. Die fünf Comedians sind am 15. März in Dresden noch vor Publikum aufgetreten. Kurze Zeit später war das in Deutschland schon nicht mehr möglich. Darum wünsche ich Euch jetzt viel Spaß beim Zuschauen unter ungefährlichen Bedingungen.

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Mein Hör- und Guck-Tipp der Woche: Noch nicht Schicht

Wenn einer Kabarett und Comedy geschickt miteinander kombinieren kann, dann er. Ja, und das sogar in in zehn Minuten allabendlich wochentags zu Hause während einer Pandemie. Selbst am Freitagabend der letzten Woche war bei Sebastian Pufpaff „Noch nicht Schicht“. Das wird es auch die nächsten zwei Wochen noch nicht sein. Pufpaff verspricht, dass die Sendung auf jeden Fall bis zum 24. April auf 3sat laufen wird. Oder im Anschluss daran jederzeit bei Aufruf der 3sat Mediathek oder des ZDF Comedy Kanals auf YouTube.

Montags bis Freitags darf noch weitere zwei Wochen jeden Abend um 19:50 Uhr nach dem Einschalten von 3sat gelacht werden. Vielleicht sogar noch länger. Das hängt von den Corona-Beschränkungen unserer Bundesregierung ab. In dieser Zeit sendet Pufpaff jeden Abend für seine Zuschauer gut sichtbar aus seinem hauseigenen Arbeitszimmer und gibt seinen satirischen Kommentar zum derzeitigen Stand der Krise ab. Da lohnt es sich, reinzuschauen und ein wenig den Ärger des Alltags zu vergessen, der sich sowieso im Moment nur zu Hause abspielen darf…

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Mein Hörtipp der Woche: Simon und Jan

„Stell‘ Dir vor, Du bist Lehrer und niemand ist da…“
Diese weise Vorahnung müssen Simon Eickhoff und Jan Traphan schon im Jahr 2006 gehabt haben. Deswegen haben sich die beiden schon innerhalb ihres Lehramtsstudiums in Oldenburg zusammengetan und waren fortan als Liedermacher unterwegs. Stets ausgerüstet mit zwei akustischen Gitarren und jeder Menge sarkastischer Texte im Gepäck machten sie bis vor Corona ihr Publikum im Saal froh und glücklich, nun machen sie dasselbe auf YouTube. Ihr neuester Streich ist das Lied „Stell Dir vor, es ist Krieg… und niemand geht hin“, das ich Euch, liebe Leser, sehr gerne vorstellen möchte.

 
Wenn Ihr noch mehr von den beiden hören und sehen wollt, abonniert doch einfach Ihren YouTube Kanal.

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Mein Guck-Tipp der Woche: Father Brown, 7. Staffel

Wer von Euch auf das England der 50er Jahre und auf coole Kriminalgeschichten a la Sherlock Holmes steht, der ist bei G. K. Chesterton und seinem Father Braun an der richtigen Adresse. Bei Polyband ist bereits die 7. Staffel der kultigen BBC-Kriminalserie aus Großbritannien auf Deutsch erschienen. Vorab lief sie im deutschen Fernsehen wieder bei ZDFneo.

Auch diesmal ermittelt der katholische Geistliche, umgeben von seinen ebenso neugierigen Hausdamen, auf eigene Faust. Beispielsweise wird schon im ersten Fall der neuen Staffel eine Operndiva ermordet. Lady Felisha und Mrs. McCarthy werden ungewollt in den Fall verwickelt. Doch zusammen mit ihrem Chef kommen sie dem Täter auf die Spur. Die neue Staffel der Kult Comedy Serie beinhaltet wieder zehn Folgen auf DVD. Father Brown ermittelt natürlich wieder in allen Fällen auf Hochtouren. Sehr zum Missfallen von Chiefinspector Mullary, dem Leiter der Polizeiinspektion von Kembleford.

Schauspieler Mark Williams spielt seine Rolle als Father Brown wieder einmal voller Hingabe und mit der nötigen Portion des berühmten britischen Humors. Eine Serie, die ähnlich wie Dr. Who, am besten nie zu Ende gehen sollte.

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Mein Hörtipp der Woche: Fiona Wilder – Maisie, Mord & Meer

Seitdem ich mit 15 und 18 Jahren beides zum ersten Mal leibhaftig zu Gesicht bekommen habe, liebe ich die britische Grafschaft Cornwall und die Forty Shades of Green von Irland.

Da passte es mir natürlich sehr gut ins Konzept, dass Audible Studios eine neue Cosy-Crime Serie, gewürzt mit britischem Humor, auf den Markt gebracht hat, die in Cornwall spielt und in der ein Sänger aus Irland vorkommt. Er spielt allerdings nicht die Hauptrolle in der Serie, sondern die junge Journalistin Maisie Jacobs, die von ihrer Hauptredaktion in London in die cornische Pampa, genauer gesagt, in den malerisch gelegenen kleinen Küstenort Littleport, strafversetzt wurde. In der ersten Folge Eine Leiche zu viel bringt ihre Freundin Sunny sie zunächst mit ihrem alten Ford Fiesta an ihren neuen Wirkungsort.

Dort lernt sie als Erstes ihren alten mürrischen neuen Chef Tom kennen, der, wie sie nun zukünftig auch, Beiträge für die Cornwall Weekly schreibt. Danach trifft sie gemeinsam mit Sunny auf ihre neue Vermieterin Lady Lavinia, die einen wesentlich freundlicheren und lustigeren Eindruck auf sie macht. Am Abend machen sich die beiden Freundinnen auf ins Pirates Nest, den ortsansässigen gut besuchten Pub. Dort können sie einem mäßig guten Songbeitrag des irischen Sängers Patrick lauschen, der, obwohl er eigentlich super schlecht singt, im Ort einen ganzen Fanclub sein Eigen nennen kann. Angeblich, so munkelt man im Ort, soll er mal Mitglied bei Boyzone gewesen sein, bis man ihn dort rausgeschmissen hat. Die beiden Freundinnen schmunzeln gerade über diesen ulkigen Fakt, als plötzlich die Erde zu beben beginnt.

Als Erster gewinnt Pub-Besitzer Noah seine Fassung wieder. Er stürzt nach draußen und schaut nach, ob das, was er vermutet hat, tatsächlich eingetreten ist. Eine riesige, den örtlichenen Friedhof beherbergende, Küstenklippe ist auf den darunterliegenden Strand abgestürzt. Maisie und Sunny schauen sich die Bescherung am darauffolgenden Morgen etwas genauer an. Dabei entdecken sie einen leicht geöffneten Sarg, der mit dem restlichen Friedhof zusammen abgestürzt sein muss. Maisie, die durch ihre zahlreichen Reportagen hartgesotten ist, öffnet den Deckel etwas und schaut nach, ob mit der darin liegenden Leiche alles in Ordnung ist. Denn offensichtlich ist der Tote erst vor Kurzem beerdigt worden.

Als sie den Toten sieht, erschreckt sie etwas. Nicht, weil sie ihn kennt, sondern weil er nicht alleine im Sarg liegt. Er wurde offensichtlich auf jemand anderen drauf gebettet. Als Sunny hinzukommt, bestätigt diese ihr ihren Verdacht. Offenbar sollte der ältere Herr oder die weiter unten im Sarg liegende rothaarige junge Dame unbemerkt entsorgt werden. Der hinzukommende Polizist Ethan Thurney möchte zwar nicht, dass sich die beiden Frauen weiter um die Sache kümmern, aber da kennt er Maisie und Sunny schlecht. Natürlich ist ihrer beider Spürsinn geweckt…

Fiona Wilder hat sich hier einen herrlich kuriosen Plot einfallen lassen, der absolut mitreißend von Nora Jokosha vorgetragen wird. Nicht nur die Kulisse, sondern auch die Typen, die ihr eingefallen sind, sind zum Niederknien gut. Allen voran Maisie und Sunny, aber auch Lady Lavinia und die Polizei von Littleport laden zum Schmunzeln ein. Mir hat diese erste Folge von Maisie, Mord & Meer sehr gut gefallen. Die zweite Folge Dead and Breakfast ist heute erschienen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie genauso gut sein wird wie die Erste. Euch kann ich die Serie auf jeden Fall empfehlen. Hört doch einfach mal rein!

Hörprobe

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Mein Hörtipp der Woche: Oliver Kern: Hirschhornharakiri

Wo wir komödiantisch gesehen gerade in Bayern waren… Der bayrische Autor Oliver Kern hat es mal wieder getan. Er hat sich einen neuen und damit den 3. Fall für seinen kriminalistisch begabten Lebensmittelkontrolleur Berthold Fellinger aus dem Bayerischen Wald ausgedacht. Und dieses Mal ist der Fall wahrlich ungewöhnlich. Denn Fellinger wird selbst des Mordes bezichtigt . Er soll den Jäger Horst Rosenberger nach der 150-Jahr-Feier der ortsansässigen Freiwilligen Feuerwehr mithilfe eines Hirschgeweihs erstochen haben.

Fellinger selbst kann sich an nichts erinnern. Denn während der Feier ist der Alkohol in Strömen geflossen. Doch instinktiv weiß er, dass er es nicht gewesen sein kann. Trotz seines Brummschädels hilft er seinem Freund Polizeiinspektor Lechner, den wahren Mörder zu finden. Dabei kommt die Verstrickung Rosenbergers in den illegalen Handel mit Nashorn-Horn zutage. Dieses Horn in Pulverform wird ganz besonders in Asien als Potenzmittel geschätzt. Wie der Zufall es will, taucht ganz plötzlich im Ort eine vietnamesische Dame auf, die behauptet, Rosenberger gekannt zu haben. Nun stellt sich die Frage, ob sie etwas mit dem Tod des Jägers zu tun hat…

Hirschhornharakiri ist erneut eine wunderbar amüsante bayrische Kriminalgroteske, die zudem die Absurdität des kriminellen illegalen Handels in einer globalen Welt wunderbar darzustellen weiß. Mir hat auch dieser 3. Fall des spitzfindigen Lebensmittelkontrolleurs Fellinger sehr gut gefallen. Vor allem der letzte Satz des Hörbuches ist ein wunderbarer Ausblick auf dessen Zukunft. Mehr möchte ich dazu aber nicht verraten. Hört am besten mal selbst rein in dieses Hörbuch aus dem Verlag Random House Audio, das erneut wunderbar humorig von Michael Schwarzmaier vorgetragen wird.

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Mein Hörtipp der Woche: Michael Mittermeier

Ähnlich wie Mario Barth ist mir auch Michael Mittermeier vor über 20 Jahren das erste Mal im TV begegnet. Sein erstes Programm hieß Zapped und war eine Persiflage auf sämtlichen TV – Kram, den es damals gab. Bis zum heutigen Tag bin ich noch immer großer Fan dieses Unikums aus Bayern; und das will für eine Niedersächsin schon viel heißen!

Darum war ich nun auch hocherfreut, als ich im Newsletter von Spaßgesellschaft! (gehört zu Sony Music) die Ankündigung zu seinem neusten Bühnenprogramm auf Tonträger oder als Download gelesen habe. Das Programm trägt den Titel Lucky Punch und hat auf jeden Fall mein Zwerchfell aufs Empfindlichste getroffen. Auch seine Aussage, dass wir in der heutigen Zeit eine Kanzlerin, wie Angela Merkel noch immer brauchen, weil sie sich von niemandem provozieren lässt, kann ich unterschreiben. Das würde ich mir für alle demokratisch denkenden Politiker im Bundestag und in den Landtagen sehr wünschen.

Noch besser wäre es allerdings, wenn wir so wie er einen Superhelden kreieren könnten, der uns von allem Bösen befreit. Der auch mit Pointen um sich schmeißt, so wie Mittermeier das macht. Denn darin ist er bei diesem Programm erneut wieder ein wahrer Meister. Auch alltägliche Dinge, wie das Verhältnis zwischen Mann und Frau und sein ganz besonderes Verhältnis zu seiner Tochter, die gerade in der Vorpubertät ist, weiß er mit viel Witz und Charme darzustellen.

Wenn es dann mal zu Halloween an Eurer Tür klingelt und davor steht ein kleiner Junge im Handarbeitskostüm, der „Süßes oder Saures!“ ruft, dann habt auch Ihr „Häkelman“, den einzig wahren Superhelden der Neuzeit, getroffen. So ist es Mittermeier zum Schluß schließlich auch ergangen. Aber hört am besten selbst rein! Das muss man einfach gehört haben…

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