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Mein Hörtipp der Woche: Karsten Dusse – Das Kind in mir will achtsam morden

Nachdem sein Krimi-Erstlingswerk Achtsam Morden, auch dank seines grandiosen Sprechers Matthias Matschke, den Deutschen Hörbuchpreis 2020 eingeheimst hat, musste Rechtsanwalt und Comedy Autor Karsten Dusse offensichtlich noch eins drauf legen. Dieses Mal hat er es sich nicht nehmen lassen, das Hörbuch, wieder erschienen bei Random House Audio, selbst einzusprechen. Am Anfang habe ich das zunächst für keine so gute Idee gehalten. Dann konnte ich jedoch feststellen, dass Dusses Stimme viel besser zur Hauptfigur Björn Diemel passt, als ich es vorab angenommen hatte.

Nicht nur, weil Autor und Protagonist beide Rechtsanwälte sind. Auch diese ganz gewisse Komik, die wieder in seiner Geschichte liegt, bringt Dusse selbst ebenfalls ganz hervorragend rüber. Und das trotz der Tatsache, dass es auch dieses Mal wieder um Mord, Drogenhandel und Totschlag geht. Aber um viel Ironie natürlich außerdem und um das innere Kind in jedem von uns. Während meines Sozialwissenschaftstudiums habe ich in den Psychologieseminaren meinerseits auch viel darüber gelernt. Weil ich mich dann jedoch vorwiegend der Politik und dem Journalismus gewidmet habe, ist es ein wenig in Vergessenheit geraten. Danke also schon einmal an den Autor für diese kleine Auffrischungslektion. Dass ein Kriminalroman und eine psychologische Herangehensweise an etwas, wie beispielsweise mit Achtsamkeit, durchaus zusammenpassen können, das beweist Dusse mit seinem zweiten Werk Das Kind in mir will achtsam morden außergewöhnlich gut.

Björn Diemel ist wahrlich ein grandioser Rechtsanwalt, Vater, 8-facher Mörder und Beseitiger von unliebsamen Zeitgenossen. Darüber hinaus ein Mensch, der mit viel Achtsamkeit und Ideenreichtum auch in dieser Geschichte wieder seinen ganz eigenen Weg geht. Ihm zur Seite steht natürlich immer wieder sein Coach und Lebensberater Joschka Breitner. Er führt ihn auch hier immer auf die richtige Bahn, die er stets gut zu nehmen vermag. Warum in die Handlung sowohl seine Tochter, als auch der Keller eines Kindergartens und ein ihm nach dem Leben trachtender Gangsterboss involviert sind, das erfahrt Ihr im zweiten Teil der Achtsam Morden-Reihe,  dem hoffentlich noch Weitere folgen werden.

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Mein Hör- und Lesetipp der Woche: Christopher Moore – Ein totsicherer Job

Das erste Mal Bekanntschaft mit Christopher Moores grandios satirischer Literatur habe ich bereits vor einigen Jahren gemacht, als Jürgen von der Lippe in seiner damaligen WDR Sendung „Was liest Du?“ das Buch „Die Bibel nach Biff“ von ebenjenem Herrn Moore vorstellte. Schon damals gefielen mir die vorgelesenen Passagen aus dessen Buch.

Ein ganz anderer Protagonist aus seinem satirischen Werk, den ich kürzlich entdeckt habe, heißt Charlie Asher. Dieser betreibt einen Gebrauchtwarenladen in San Francisco und könnte eigentlich überglücklich sein. Denn er ist gerade Vater der kleinen Sophie geworden. Doch kurz nach der Geburt seiner Tochter ist die Mutter, seine große Liebe Rachel, aus ihm bisher unbekannten, mysteriösen Gründen verstorben. Charlie ist der Erste, der die Tote, in ihrem Krankenhausbett liegend, findet. Oder nein, er ist nicht der Erste. Denn neben Rachels Bett steht ein breitschultriger, mit einem mintfarbenen Anzug bekleideter, dunkelhäutiger Mann, der ihn ernsthaft anschaut. Das Verrückte ist nur, dass außer Charlie niemand diesen Mann sieht, auch eine herbeieilende Schwester nicht.

Schon am nächsten Tag kann er seine neugeborene, kleine Tochter mit zu sich nach Hause nehmen. In der daran anschließenden Zeit versucht er, seine Trauer über den Verlust von Rachel möglichst weit zu verdrängen, um sich zunächst um die kleine Sophie kümmern zu können. Dabei vergisst er jedoch fast völlig seinen Laden. Erst als seine beiden Angestellten Lily und Ray ihn darauf aufmerksam machen, schaut er mal wieder in seinen Laden rein. Zunächst ruft ihn ein alter Mann an, der den Nachlass seiner Frau gerne loswerden möchte.

Als Charlie die Hinterlassenschaft bei ihm begutachtet, wird er plötzlich ausfallend und beklagt sich in höchstem Maße über seine Frau. Der Händler will gerade wieder gehen, als plötzlich ein schwarzer Rabe am Himmel auftaucht und den alten Mann attackieren möchte. Geistesgegenwärtig wirft Charlie die Tür zu und hofft damit, das Schlimmste von dem alten Mann abzuwenden. Doch der Mann rührt sich nicht mehr. Ein plötzlicher Herzinfarkt hat ihn für immer aus dem Leben gerissen. Zuvor hatte Charlie eins von den Kleidern, die der alte Mann ihm verkaufen wollte, rot leuchten gesehen. Etwas durcheinander kehrt er zu seinem Laden zurück.

Den darauffolgenden Tagen sieht der immer wieder Gegenstände rot oder grün leuchten. Bis plötzlich eine rothaarige Frau seinen Laden betritt und ihm weismachen will, dass sie ihn für den Tod hält. Wie Charlie mit dieser Schuldzuweisung umgeht und was noch in dieser Geschichte passiert, das könnt ihr in Ein todsicherer Job hören oder lesen. Das Taschenbuch ist erschienen im Goldmann Verlag und die Hörfassung, gelesen von Simon Jäger, im Hörverlag als Download. Christopher Moore hat eine wahrlich ironisch humorvolle Art und Weise, in seinen Werken mit dem Tod umzugehen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf die Fortsetzung, die in Kürze ebenfalls als Taschenbuch und Hörbuch Download erscheinen wird.

Leseprobe

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Mein Hörtipp der Woche: Kriminalinspektor Arno Bussi

Sein Name ist Bussi, Arno Bussi. Normalerweise ist er Inspektor für das österreichische Bundeskriminalamt in Wien. Weil er aber mit der Ehefrau des österreichischen Innenministers etwas hatte, wird er strafversetzt in den hintersten Teil von Tirol.

Dort lernt er nicht nur die resolute Schnitzelwirtin Resi kennen, sondern auch deren bildhübsche Tochter Eva. Kaum, dass er sich mit der ein wenig angefreundet hat, wird er schon von ihrer vollkommen verängstigten Mutter in deren Küche gerufen. Die hat beim Ausmisten in ihrer hauseigenen Kühltruhe einen eingefrorenen Menschenkopf gefunden. Mehr noch: Sie kennt den Mann, zu dem dieser Kopf einmal gehört hat. Es ist Mario Unterberger, der Bürgermeister von Unterkitzlingen, einem Nachbarort von Bussis neuem Zuhause. Der Vespa fahrende Kriminalinspektor macht sich mit viel Enthusiasmus und ebenso viel österreichischem Charme auf die Suche nach dem Mörder des Ortsoberhaupts…

Ich muss gestehen, als Sean Connery ihn noch gespielt hat, war ich ein großer Fan von James Bond. Doch sein österreichischer Nachfolger könnte wahrlich mit ihm gleich ziehen. Vielleicht sollte er im Film von Heikko Deutschmann gespielt werden, denn der hat sich auch schon als Interpret des Hörbuches hervorragend bewährt. Der Innsbrucker Autor und Musiker Joe Fischler hat sich mit Kriminalinspektor Arno Bussi einen ganz besonderen Charakter ausgedacht, auf dessen weitere Abenteuer ich mich wirklich richtig freue. Das Hörbuch Der Tote im Schnitzelparadies ist erschienen im Argon Verlag, die literarische Vorlage bei Kiepenheuer und Witsch. Wenn lhr mal wieder richtig Spaß beim Hören eines Krimis haben wollt, dann kann ich Euch Inspektor Bussi wirklich nur empfehlen.

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Mein Hörtipp der Woche: Dave Eggers – Der größte Kapitän aller Zeiten

Was wäre, wenn Donald Trump nicht Milliardär wäre, sondern Kapitän eines Kreuzfahrtschiffes?

Dann sollte seine Anhänger vielleicht dieses grandios auf den Punkt kommende Hörbuch von „The Circle“-Autor Dave Eggers interessieren, das Matthias Matschke kongenial auf deutsch eingelesen hat. Erschienen ist die deutsche Fassung dieser herrlich bissigen Satire mit dem Titel Der größte Kapitän aller Zeiten im Hörverlag.

Hörprobe

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Mein Hör- und Guck-Tipp der Woche: Die Vorleser

Ich hoffe, Ihr habt alle ein paar schöne, Corona-freie, Ostertage verlebt. Auch denjenigen von Euch, die sich zurzeit daheim unter Quarantäne befinden, sei gesagt: Lachen ist die beste Medizin. Darum habe ich für Euch auf YouTube ein Video von einem lustigen Vorleseabend für den MDR herausgesucht. Die fünf Comedians sind am 15. März in Dresden noch vor Publikum aufgetreten. Kurze Zeit später war das in Deutschland schon nicht mehr möglich. Darum wünsche ich Euch jetzt viel Spaß beim Zuschauen unter ungefährlichen Bedingungen.

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Mein Hör- und Guck-Tipp der Woche: Noch nicht Schicht

Wenn einer Kabarett und Comedy geschickt miteinander kombinieren kann, dann er. Ja, und das sogar in in zehn Minuten allabendlich wochentags zu Hause während einer Pandemie. Selbst am Freitagabend der letzten Woche war bei Sebastian Pufpaff „Noch nicht Schicht“. Das wird es auch die nächsten zwei Wochen noch nicht sein. Pufpaff verspricht, dass die Sendung auf jeden Fall bis zum 24. April auf 3sat laufen wird. Oder im Anschluss daran jederzeit bei Aufruf der 3sat Mediathek oder des ZDF Comedy Kanals auf YouTube.

Montags bis Freitags darf noch weitere zwei Wochen jeden Abend um 19:50 Uhr nach dem Einschalten von 3sat gelacht werden. Vielleicht sogar noch länger. Das hängt von den Corona-Beschränkungen unserer Bundesregierung ab. In dieser Zeit sendet Pufpaff jeden Abend für seine Zuschauer gut sichtbar aus seinem hauseigenen Arbeitszimmer und gibt seinen satirischen Kommentar zum derzeitigen Stand der Krise ab. Da lohnt es sich, reinzuschauen und ein wenig den Ärger des Alltags zu vergessen, der sich sowieso im Moment nur zu Hause abspielen darf…

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Mein Hörtipp der Woche: Simon und Jan

„Stell‘ Dir vor, Du bist Lehrer und niemand ist da…“
Diese weise Vorahnung müssen Simon Eickhoff und Jan Traphan schon im Jahr 2006 gehabt haben. Deswegen haben sich die beiden schon innerhalb ihres Lehramtsstudiums in Oldenburg zusammengetan und waren fortan als Liedermacher unterwegs. Stets ausgerüstet mit zwei akustischen Gitarren und jeder Menge sarkastischer Texte im Gepäck machten sie bis vor Corona ihr Publikum im Saal froh und glücklich, nun machen sie dasselbe auf YouTube. Ihr neuester Streich ist das Lied „Stell Dir vor, es ist Krieg… und niemand geht hin“, das ich Euch, liebe Leser, sehr gerne vorstellen möchte.

 
Wenn Ihr noch mehr von den beiden hören und sehen wollt, abonniert doch einfach Ihren YouTube Kanal.

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Mein Guck-Tipp der Woche: Father Brown, 7. Staffel

Wer von Euch auf das England der 50er Jahre und auf coole Kriminalgeschichten a la Sherlock Holmes steht, der ist bei G. K. Chesterton und seinem Father Braun an der richtigen Adresse. Bei Polyband ist bereits die 7. Staffel der kultigen BBC-Kriminalserie aus Großbritannien auf Deutsch erschienen. Vorab lief sie im deutschen Fernsehen wieder bei ZDFneo.

Auch diesmal ermittelt der katholische Geistliche, umgeben von seinen ebenso neugierigen Hausdamen, auf eigene Faust. Beispielsweise wird schon im ersten Fall der neuen Staffel eine Operndiva ermordet. Lady Felisha und Mrs. McCarthy werden ungewollt in den Fall verwickelt. Doch zusammen mit ihrem Chef kommen sie dem Täter auf die Spur. Die neue Staffel der Kult Comedy Serie beinhaltet wieder zehn Folgen auf DVD. Father Brown ermittelt natürlich wieder in allen Fällen auf Hochtouren. Sehr zum Missfallen von Chiefinspector Mullary, dem Leiter der Polizeiinspektion von Kembleford.

Schauspieler Mark Williams spielt seine Rolle als Father Brown wieder einmal voller Hingabe und mit der nötigen Portion des berühmten britischen Humors. Eine Serie, die ähnlich wie Dr. Who, am besten nie zu Ende gehen sollte.

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Mein Hörtipp der Woche: Fiona Wilder – Maisie, Mord & Meer

Seitdem ich mit 15 und 18 Jahren beides zum ersten Mal leibhaftig zu Gesicht bekommen habe, liebe ich die britische Grafschaft Cornwall und die Forty Shades of Green von Irland.

Da passte es mir natürlich sehr gut ins Konzept, dass Audible Studios eine neue Cosy-Crime Serie, gewürzt mit britischem Humor, auf den Markt gebracht hat, die in Cornwall spielt und in der ein Sänger aus Irland vorkommt. Er spielt allerdings nicht die Hauptrolle in der Serie, sondern die junge Journalistin Maisie Jacobs, die von ihrer Hauptredaktion in London in die cornische Pampa, genauer gesagt, in den malerisch gelegenen kleinen Küstenort Littleport, strafversetzt wurde. In der ersten Folge Eine Leiche zu viel bringt ihre Freundin Sunny sie zunächst mit ihrem alten Ford Fiesta an ihren neuen Wirkungsort.

Dort lernt sie als Erstes ihren alten mürrischen neuen Chef Tom kennen, der, wie sie nun zukünftig auch, Beiträge für die Cornwall Weekly schreibt. Danach trifft sie gemeinsam mit Sunny auf ihre neue Vermieterin Lady Lavinia, die einen wesentlich freundlicheren und lustigeren Eindruck auf sie macht. Am Abend machen sich die beiden Freundinnen auf ins Pirates Nest, den ortsansässigen gut besuchten Pub. Dort können sie einem mäßig guten Songbeitrag des irischen Sängers Patrick lauschen, der, obwohl er eigentlich super schlecht singt, im Ort einen ganzen Fanclub sein Eigen nennen kann. Angeblich, so munkelt man im Ort, soll er mal Mitglied bei Boyzone gewesen sein, bis man ihn dort rausgeschmissen hat. Die beiden Freundinnen schmunzeln gerade über diesen ulkigen Fakt, als plötzlich die Erde zu beben beginnt.

Als Erster gewinnt Pub-Besitzer Noah seine Fassung wieder. Er stürzt nach draußen und schaut nach, ob das, was er vermutet hat, tatsächlich eingetreten ist. Eine riesige, den örtlichenen Friedhof beherbergende, Küstenklippe ist auf den darunterliegenden Strand abgestürzt. Maisie und Sunny schauen sich die Bescherung am darauffolgenden Morgen etwas genauer an. Dabei entdecken sie einen leicht geöffneten Sarg, der mit dem restlichen Friedhof zusammen abgestürzt sein muss. Maisie, die durch ihre zahlreichen Reportagen hartgesotten ist, öffnet den Deckel etwas und schaut nach, ob mit der darin liegenden Leiche alles in Ordnung ist. Denn offensichtlich ist der Tote erst vor Kurzem beerdigt worden.

Als sie den Toten sieht, erschreckt sie etwas. Nicht, weil sie ihn kennt, sondern weil er nicht alleine im Sarg liegt. Er wurde offensichtlich auf jemand anderen drauf gebettet. Als Sunny hinzukommt, bestätigt diese ihr ihren Verdacht. Offenbar sollte der ältere Herr oder die weiter unten im Sarg liegende rothaarige junge Dame unbemerkt entsorgt werden. Der hinzukommende Polizist Ethan Thurney möchte zwar nicht, dass sich die beiden Frauen weiter um die Sache kümmern, aber da kennt er Maisie und Sunny schlecht. Natürlich ist ihrer beider Spürsinn geweckt…

Fiona Wilder hat sich hier einen herrlich kuriosen Plot einfallen lassen, der absolut mitreißend von Nora Jokosha vorgetragen wird. Nicht nur die Kulisse, sondern auch die Typen, die ihr eingefallen sind, sind zum Niederknien gut. Allen voran Maisie und Sunny, aber auch Lady Lavinia und die Polizei von Littleport laden zum Schmunzeln ein. Mir hat diese erste Folge von Maisie, Mord & Meer sehr gut gefallen. Die zweite Folge Dead and Breakfast ist heute erschienen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie genauso gut sein wird wie die Erste. Euch kann ich die Serie auf jeden Fall empfehlen. Hört doch einfach mal rein!

Hörprobe

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