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Mein Lese-und Hörtipp der Woche: Andreas Föhr – Tote Hand

Johann Lindinger, Inhaber eines Miesbacher Schrottplatzes, beraubt sich eines Tages versehentlich durch den falschen Umgang mit einer Schrottsschere seiner rechten Hand. Als diese einige Tage später in einem kleinen Kästchen im Wald beerdigt werden soll, entdecken die verwunderten Bestatter unter einem frischen Erdhügel plötzlich die vollständig bekleidete Leiche eines etwa 35-jährigen Mannes in einem Plastiksack.

Wer war der Tote und wie ist er dorthin gekommen? Eine Frage, die sich auch Kommissar Clemens Wallner von der Kripo Miesbach und sein Kollege Leonard Kreuthner stellen.

Es schließt sich eine Geschichte an, in der es unter anderem um häusliche Gewalt, Vergewaltigung, Konflikte zwischen Türken und Deutschen, Kindesmisshandlung sowie die Verdrückung von Frauen geht. Natürlich aber auch, wie man es von Andreas Föhr gewohnt ist, um viel bissigen schwarzen Humor und diverse magische Experimente von Wallners Nichte Olivia, die auch Wallners Großvater Walter für sich entdeckt.

Tote Hand, der achte Teil der Tegernsee-Krimireihe von Andreas Föhr, nimmt aktuelle ernste gesellschaftliche Themen wie sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz oder Gewalt in der Familie auf und kombiniert sie geschickt mit typisch bayrischem bitterbösen schwarzen Humor. Dieses Mal spielt zudem auch der kulturelle Unterschied zwischen in Deutschland aufgewachsenen Türken und deren türkischen Familien im Heimatland eine nicht unbeträchtliche Rolle.

Ich kann das bei Droemer erschienene Buch ebenso wie das bei Argon herausgekommene Hörbuch, gelesen von Michael Schwarzmaier, wärmstens empfehlen. Hör- oder Lesestunden, die Ihr nicht bereuen werdet.

Leseprobe

Hörprobe

 

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