Mein Hörtipp der Woche: Joe Fischler – Totentanz im Pulverschnee

Sein Name ist Bussi, Arno Bussi. Er ist Mitte 30, eigentlich österreichischer Kriminalbeamter, wurde aber zuletzt bei seiner eigentlichen Traumstelle, dem Bundeskriminalamt, ins Archiv versetzt. Da es dort wahrlich todlangweilig ist, ist er sehr dankbar, als seine Mutter ihn zu einem Urlaub nach Tirol, genauer gesagt, nach Maria Schnee einlädt.

Was er nicht ahnt: In Tirol wird er, wie schon zweimal zuvor, das dritte Mal beruflich ermitteln. Er wird nach der 17-jährigen Eisprinzessin Rosa-Justine Kufner suchen, die beim örtlichen, alljährlichen Eis-Festival in diesem Jahr zur Siegerin gekürt wurde. Zuvor hatte Bussi die junge Frau bereits als Rezeptionistin im Hotel Bergkristall kennengelernt, wo seine Mutter ihre Zimmer gebucht hatte.

Doch nun ist die junge Frau verschwunden und niemand weiß, wo sie sich aufhält. Bussi erinnert sich, dass seine Mutter ihm erzählt hatte, dass sie die junge Frau am Vorabend mit jemanden hatte streiten hören. Bussi hofft noch, dass ihr niemand was angetan hat. Doch dann wird, versteckt unter einer Eisskulptur, der Leichnam einer jungen Frau gefunden. Bussi und seine soeben eingetroffene Kollegin Katz sehen sich leider in Bussis Vorahnung bestätigt. Also beginnen sie fortan, nach dem Mörder von Rosa zu suchen…

Joe Fischler ist mit Totentanz im Pulverschnee, erschienen im Argon Verlag und vorgetragen vom österreichischen Schauspieler und Regisseur Markus Völlenklee, mal wieder ein wunderbarer, von österreichischem Lokalkolorit und rabenschwarzem Humor durchsetzter Kriminalroman gelungen. Wenn ausgerechnet Tirol nicht gerade aufgrund von Corona für Besucher gesperrt wäre, könnte man glatt Lust darauf bekommen, einmal die Schauplätze der Bussi-Kriminalromane zu besuchen. Aber dafür gibt es in Zukunft hoffentlich wieder bessere Zeiten.

Hörprobe