Mein Hör- und Lesetipp der Woche: John Niven – Die F*ck it-Liste

Vorsicht! Für Zartbesaitete nicht geeignet! Dies ist zwar eine Satire, aber wer die Bücher von John Niven kennt, der weiß, dass es sowohl sprachlich, als auch szenarisch heftig zur Sache geht.

Amerika im Jahr 2028: Donald Trump hat es tatsächlich geschafft, zwei Legislaturperioden durchzuregieren.  Nun hat seine Tochter Ivanka seine Nachfolge angetreten. Das Land ist immer noch tief gespalten und zunehmend mehr und mehr Zeitungsredaktionen haben Existenzängste.

Bei einer von ihnen arbeitet der Journalist Frank Brill. Zusätzlich zu den Problemen, die in der Redaktion seiner Zeitung herrschen, hat auch er selbst noch ein ganz anderes. Von seinem Hausarzt wurde bei ihm Krebs im Endstadium diagnostiziert. Ihm bleibt noch knapp ein halbes Jahr, um die Dinge zu tun, die er schon immer tun wollte. Er lässt sich daraufhin von seiner Redaktion freistellen und tut im Anschluss tatsächlich das, was er schon seit Jahren immer im Hinterkopf hatte.

Er geht auf Rachefeldzug gegen all diejenigen, die ihm im Leben übel mitgespielt haben. Allerdings hätte der schottische Hardcore Autor John Niven keine bitterböse Satire geschrieben, wenn bei diesem Rachefeldzug nicht einiges schief laufen würde. Frank muss nämlich feststellen, dass Rache wollen und einen Mord aus Rache tatsächlich an den verhassten Personen ausüben manchmal zwei vollkommen verschiedene Dinge sein können.

Ob er dennoch letztlich zufrieden seine Ruhe wird finden können, das könnt Ihr in dem bei Heyne Hardcore erschienenen Buch Die F*ck-it-Liste nachlesen oder in dem im Ronin Hörverlag  erschienenen Hörbuch nachhören. Schauspieler und Sprecher Stefan Lehnen hat für das Hörbuch übrigens beim Sprechen des Textes mit seiner markanten Stimme einen verdammt guten Job gemacht.

Leseprobe

Hörprobe