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Mein Lese- und Hörtipp der Woche: Jonas Jonasson – Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten

Jonas Jonasson hat wieder zugeschlagen und hat mit Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten den in deutscher Übersetzung erneut bei C. Bertelsmann erschienenen zweiten Band rund um seinen Helden Alan Karlsson vorgelegt. Alan und sein bester Freund Julius Jonsson machen sich im Nachfolger zu Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand erneut auf Weltreise. Und zwar von Indonesien aus. Auf der indonesischen Insel Bali hatten sie es sich lange Zeit gut gehen lassen, bis dem mitgebrachten gestohlenen Geldkoffer so langsam der Inhalt ausgeht. Noch bevor sie die letzte Hotelrechnung bezahlen müssen, chartern sie sich einen Heißluftballon, den sie natürlich auch nicht bezahlen und verschwinden.

Sorgenfrei und voller Hoffnung auf neue Erlebnisse fliegen sie in Richtung Südpol. Leider geht dem Heißluftballon kurz vor der Küste Nordkoreas das Gas aus. Ein dort stationiertes nordkoreanisches Militärschiff nimmt die beiden auf und bringt sie sicher ans Festland. Dass Allan dort als Sprengstoffexperte auf jeden Fall ein gern gesehener Gast sein würde und das Schiff ohnehin verbotenerweise heimlich Uran geladen hat macht seinen Aufenthalt im Land von Kim Jong Un zu einer hochexplosiven und für die Welt bedeutenden Angelegenheit. Alan scheint für den „obersten Führer“ der „demokratischen Republik Nordkorea“, wie sich das Land selbst nennt, der wahrlich lang ersehnte Experte für Urananreicherung zu sein, auf den er gewartet hat. Auch eine just in diesem Moment eintreffende UN-Gesannte, die zufälligerweise genau wie Alan aus Schweden stammt, lässt der „oberste Führer“ seine „neue Überlegenheit“ spüren…

All jenen, die den ersten Teil des Hundertjährigen gerne gelesen oder gehört haben, sei gesagt: Es ist bald Weihnachten! Lasst Euch dieses Buch oder auch den von Dieter Hallervorden genial vorgetragenen Hörbuch Download aus dem Hörverlag auf jeden Fall zum Fest der Feste schenken. Denn, während der erste Band des Romanes sich vorwiegend mit der zurückliegenden Weltgeschichte beschäftigte, ist der jetzt vorliegende zweite Teil vor allen Dingen auf die aktuelle Weltgeschichte und deren Hauptakteure gerichtet. Auch hier hat Alan eine ganze Menge mitzureden. Ich wünschte, vor 25 Jahren hätte es schon so ein Buch wie den Hundertjährigen gegeben. Dann wäre Geschichte auf jeden Fall mein Lieblingsfach in der Schule geworden. Ja, nicht nur Geschichte sondern auch Politik. Denn so macht dieser in beiden Fällen ziemlich trockene Stoff richtig viel Spaß. Wenn ich bei den hiesigen Kultusministerkonferenzen nur ein bisschen mitreden könnte, würde ich dafür plädieren, dass die alten Geschichtsbücher aus dem Unterricht verbannt würden und stattdessen „Der Hundertjährige“ zur Pflichtlektüre wird.

Leseprobe

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