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Mein Hörtipp der Woche: Abdelkarim – Staatsfreund Nr. 1

Abdelkarims Eltern stammen aus Marokko. Sie kamen Anfang der Achtzigerjahre als Einwanderer in dieses Land. Abdelkarim selbst wurde in Bielefeld geboren. Natürlich sieht er nicht aus, wie ein typischer Deutscher. Das brachte ihm auf dem Schulhof und natürlich bei einigen Lehrern so manches Problem ein.

Dennoch war er nicht dumm, hat sogar Abitur gemacht und zunächst ein Germanistik-, dann ein Jurastudium begonnen. Ebenjenes Studium hat er jedoch zugunsten seiner Kabarett-Karriere abgebrochen. Das hat so mancher deutscher Comedy-Ureinwohner allerdings auch schon getan, wie beispielsweise Jürgen von der Lippe oder Rüdiger Hoffmann. Auch aus denen, genau wie aus Abdelkarim, ist etwas geworden.

Sein großer Vorteil ist, dass er seine eigene Geschichte und viele wahrlich absurd erscheinende Erlebnisse zu Comedy umfunktionieren kann. Auch Episoden aus seiner Jugendzeit lässt er heute auf diese Weise humorvoll Revue passieren. Sein zweites Abend füllendes Programm Staatsfreund Nr. 1 ist randvoll gefüllt mit dererlei Geschichten. Dabei wird er nicht müde, auch sich selbst auf die Schippe zu nehmen.

Beispielsweise die Geschichte, wie er sich selten verwendete deutsche Worte beigebracht hat. Dabei kamen einige lustige Absurditäten zustande. Zum Beispiel: Kapern = Scheue Singvögel, die nur im Schwarm auftreten, Meerrettich = Freches Nagetier mit langen Zähnen, Schattenmorellen = Winzige Flussfische, die im trüben Wasser leben.(Doch nicht genug: Man kann sie alle sogar essen.)

Zum ersten Mal aufgefallen ist er mir als Comedian vor ein paar Jahren bei Nightwash im WDR Fernsehen und danach als Moderator der Eins Plus-Sendung „Stand Up-Migranten“, die es seit Einstellung des Senders leider nicht mehr gibt. Aber auch alleine macht er auf der Bühne eine wahrlich gute Figur, wie man auch auf seiner bei WortArt erschienenen CD und im Download nachhören kann.

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