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Mein Hörtipp der Woche: Christian Ulmen liest „Willow in Deutschland“

Ein Außerirdischer kommt auf die Erde und zwar direkt nach Deutschland. Ihm wurde der Auftrag gegeben, die Spezies Mensch etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn in seiner Welt ist man ein bisschen beunruhigt darüber, dass der Mensch intelligent zu werden droht. Also möchte man mehr über diese merkwürdigen Tiere erfahren. Darum macht sich ihr Kundschafter nun auf den Weg und mischt sich unter die Menschen.

Sein Name ist Willow und er hat sich dazu entschieden, als Mann auf die Erde zu kommen. Eine Wohnung wurde ihm bereits besorgt. Für seine Untersuchung muss er sich nun erst einmal zurechtfinden. Dafür muss er die Gegenstände in seiner Wohnung und seine Nachbarn kennen lernen. Dass das nicht so ganz einfach ist, merkt er schon bei der Nachbarin gegenüber. Aber er lässt sich nicht unterkriegen und deutet ihren ausgestreckten Mittelfinger als freundliche Geste.

Ein weiterer Nachbar lädt ihn dazu ein, mit ihm Musik zu hören. Sein T-Shirt mit Iron Maiden-Schriftzug schreckt Willow ganz und gar nicht ab. Nein, als er bei ihm diverse Heavy Metal Klassiker zu hören bekommt, ist er begeistert. Nun möchte er noch das Gegenteil zum Mann, nämlich die Frau, etwas genauer kennen lernen. Dafür kauft er im hauseigenen Kiosk zunächst mal jede Menge Frauenzeitschriften. Er erhofft sich, dadurch etwas mehr über die weibliche Spezies Mensch zu erfahren. Doch das genügt leider nicht.

Als er noch einmal in den Kiosk geht, entdeckt er an der Wand ein Plakat, das auf ein baldiges Seminar hinweist. Dabei soll es um weibliche Selbstfindung gehen. Kurzentschlossen meldet er sich dazu an. Als er jedoch am Seminartag zum Veranstaltungsort kommt, schickt ihn die Seminarleiterin sofort entrüstet weg. Er muss sich nun etwas anderes einfallen lassen, um dem „Mysterium Frau“ etwas genauer auf die Schliche zu kommen…

Gleich zu Beginn des Hörbuches habe ich mich gefragt, warum Christian Ulmen so schnell liest. Dann jedoch wurde mir klar, dass die Romanfigur Willow ja erst noch lernen muss. Denn je weniger man weiß, desto schneller denkt man. Schließlich will man ja nichts falsch machen. Also ist Ulmens Lesetempo durchaus angemessen. Stefan Rensch hat sich hier wahrlich eine verrückte Geschichte ausgedacht, die nun als Hörbuch bei Random House Audio erschienen ist.

Da Ulmen ja schon Erfahrung mit Außerirdischen hat (schließlich hat er vor ein paar Jahren schon den Klassiker „Per Anhalter durch die Galaxis“ für den Hörverlag eingelesen) wurde mit ihm als Vorleser eine gute Wahl getroffen. Auf jeden Fall ein toller Hörspaß, den ich gerne weiter empfehle.

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