Permalink

0

Mein Hörtipp der Woche: Oliver Kern – Sau am Brett

Der Bayer Berthold Fellinger ermittelt nun schon zum zweiten Mal in einem kleinen Ort im bayerischen Wald. Er wollte eigentlich Polizist werden, darum die untrügliche Spürnase, musste aber wegen eines Knieleidens seinen Berufswunsch an den Nagel hängen. Beamter ist er trotzdem geworden. Genauer gesagt: Lebensmittelkontrolleur. Für die niederbayerische Lebensmittelüberwachungsbehörde geht er regelmäßig zur Kontrolle in alle Gaststätten seines Wohnortes.

Kurz vor dem jährlichen Sautrogrennen, einer traditionellen Veranstaltung des örtlichen Proletariats auf dem Freudensee, macht er mal wieder Station beim sogenannten Löffelmacher Wirt, um dessen Lokalität unter die Lupe zu nehmen. Gerade als er mit seiner Kontrolle fertig ist, kippt plötzlich ein norddeutscher Gast, der gerade einen Schweinebraten genießt, kopfsüber in sein Essen. Die herbeigerufene Polizei kann nur noch den Tod des Mannes feststellen. Fellinger ist alarmiert und beginnt natürlich, auf eigene Faust zu ermitteln.Er findet als Erstes heraus, dass der Bruder des Wirtes vor genau 20 Jahren beim Sautrogrennen ertrunken ist. Könnte der Tod des heutigen Gastes mit eben jenem Unglück zu tun haben? Das, gilt es für Fellinger, herauszufinden.

Oliver Kerns Ermittler ist wahrlich ein waschechter Bayer, wie er im Buche steht. Zumindest stelle ich norddeutsches Pflänzchen mir so einen Bayern vor. Er ist untrüglich bei seinem Spürsinn, lässt nicht locker beim Ermitteln und zieht schließlich für sich die richtigen Schlüsse aus seinen Ermittlungsergebnissen. Dabei kommt , ebenso wie in Eiskalter Hund, der Humor in Sau am Brett niemals zu kurz. Michael Schwarzmeier liest diese Geschichte aus dem bayerischen Wald, erschienen bei Random House Audio, mit dem passenden launigen Tonfall. Gerne mehr davon.

Hörprobe

 

image_pdfPDFimage_printDrucken

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.