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Mein Hörtipp der Woche: Sebastian Pufpaff

Sebastian Pufpaff (© by Antje Dittmann/ ZDF) Für die einen ist er der George Clooney des deutschen Kabaretts, für die anderen eine gelungene Mischung aus Jerry Lewis und Dean Martin. Ja, keiner kann so gekonnt provozieren und charmant moderieren wie Sebastian Pufpaff. Nicht nur des ulkigen Nachnamens wegen ist Kabarett längst zu seinem Lebensinhalt geworden. Geboren wurde er 1976 in Troisdorf zwischen Köln und Bonn.

Nach dem Abitur hat er etwas ähnlich Langweiliges studiert, wie ich (Sozialwissenschaften in Hannover), nämlich Politikwissenschaften, Soziologie und Staatsrecht auf Magister in Bonn. Während ich aufgrund eines Studi-Jobs Online-Redakteurin geworden bin, hat er sich dank seines Studi-Jobs als Business-Schauspieler zum Moderator und Kabarettisten gemausert. Ein kurzer Arbeitsaufenthalt am Theater „Die Springmaus“ in Bonn tat dazu noch das Übrige. 2012 ist dann sein erstes Abendfüllendes Programm Warum! entstanden, mit dem er vier Jahre lang die Kabarettsäle der Republik gefüllt hat. Eine Aufzeichnung eines damaligen Auftritts in Bonn erschien bei WortArt auf CD und als Download. Schon  damals war er bei jedem Auftritt stets adrett gekleidet mit schwarzen Anzug, hellem Hemd, passender Krawatte und weiß-blauen Turnschuhen.

In einem ebensolchen Outfit moderiert er seine monatliche Sendung „Pufpaffs Happy Hour“ auf 3sat, die es seit 2013 gibt und die in diesem Monat ihre 50. Ausgabe feiert. Dort treten, unterbrochen durch seine Anmoderation, verschiedene Comedians und Kabarettisten aus Deutschland und den Nachbarstaaten auf. Die Aufzeichnung der Sendung findet stets in der „Kulturbrauerei Berlin“ statt. Dort wurde auch Pufpaffs zweites Soloprogramm Auf Anfang aufgezeichnet. Erschienen ist auch diese CD oder der komplette MP3 Download bei Wortart.

Wer beide Programme lieber in voller Länge hören möchte – auch die Teile, die vorher vielleicht der Zensur zum Opfer gefallen sind – der kann seit Beginn dieses Jahres auf das sogenannte Krassvieldrinpaket zurückgreifen (ebenfalls erschienen bei Wortart), das „ungeschminkt und ehrlich dreckig“ daherkommt. Denn, auch wenn der Anzugträger verdammt unschuldig und seriös wirkt, wird er auf der Bühne wahrlich zur Rampensau. Ganz nach seinem Motto: „Kabarett kann auch Spaß machen“ sollte man sich auf einen wahren Lachmuskelkater bei ihm einstellen.

Hörprobe

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