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Mein Lesetipp der Woche: Thea Fischer – Bürgermeister Hirsch geht baden

Theobald Hirsch, Bürgermeister der bayrischen Gemeinde Otterschwing am Ammersee, ist tot. Warum? Das wird der Leser im Laufe des im Aufbau Verlag erschienen Buches Bürgermeister Hirsch geht baden von Thea Fischer noch erfahren. Seine Seele beobachtet jedenfalls, solange sie noch auf der Erde weilt, das Treiben um sich herum mit Argwohn. Er vermisst seine treue Ehefrau Marlene und die netten Damen, die ihm sonst so den Tag versüßten.

Nur die Rosenberger Petra, Reporterin des ortsansässigen Seekuriers, die vermisst er nicht. Die hat ihm, für seinen Geschmack, viel zu oft die Nase in Dinge gesteckt, die sie nichts angingen. Er und sein Libellen-Club, ein Verein von wohlhabenden Ortsansässigen, trafen sich jeden Dienstag zum Hirschragoutessen. Auch politisch und wirtschaftlich wurde hier gerne mal die eine oder andere Sache verhandelt. So musste man Manches nicht an die große Glocke hängen. Zum Beispiel auch, dass Hirsch die sogenannte Pilsen-Therme für seinen geliebten Heimatort plante…

Einige Tage zuvor plagen Petra Rosenberger noch ganz andere Sorgen. Mit ihrem älteren Bruder Julian, einem mittlerweile in NRW ansässigen Rechtsanwalt, hatte sie sich darauf geeinigt, nach einer misslungenen Partnerschaft in der Nähe ihrer Mutter Gertraut zu bleiben, nachdem der Vater schon früh verstorben war. Dank Julian’s Drängen,  das Elternhaus zu verkaufen, war die Mutter im Benediktum, einer Seniorenresidenz in Fischau bei Otterschwing, gelandet. Von hier aus machte sie, aufgrund leichter Anzeichen von Demenz, ihrer Tochter immer wieder das Leben schwer. So auch in dieser Woche, kurz vor dem alljährlich stattfindenden „Libellenfest“, über das Petra natürlich berichten soll.

Was im Zusammenhang mit dem Fest noch geschieht, wie ein anschließender Grillabend bei einem ortsansässigen Unternehmer verläuft, was für Folgen langjährige Freundschaft in Otterschwing haben kann und warum der Bürgermeister schließlich tot im Leichenschauhaus liegt, das erfährt der Leser am Ende der lebhaften, noch ziemlich turbulent verlaufenden Geschichte. Mir hat die herrlich skurrile und wunderbar komische Handlung des Buches sehr gut gefallen. Auf der Liste meiner Lieblingsbuchautoren hat Thea Fischer auf jeden Fall ihren Platz bekommen.

Leseprobe

Für diejenigen, die das Ganze lieber hören, statt lesen, hat Hans Jürgen Stockerl das Hörbuch exklusiv für Audible eingelesen.

Hörprobe

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